| 1883 |
Beschluss des Stadtrates zum Bau eines neuen Schulgebäudes (Gründe: gestiegene Schülerzahl)
umfangreichere Unterrichtsgegenstände laut sächs. Volksschulgesetz von 1873:
- Religions- und Sittenlehre
- Deutsche Sprache mit Lesen und Schreiben
- Rechnen
- Formenlehre
- Geschichte
- Erdkunde
- Naturgeschichte und Naturlehre
- Gesang
- Zeichnen
- Turnen und weibliche Handarbeiten |
| 1885 |
26./27. Februar
Nachmittags 16.30 Uhr erfolgte die Grundsteinlegung für die Schule am Sophienplatz.
- Eine Urkunde in einem Glaszylinder wurde beigelegt.
Inhalt: Schulgeschichte, Notwendigkeit des Neubaus und die Unterschriften der beteiligten Personen (Stadt/Schule/Bauausführung) |
| 1886 |
31. Juli
Ankündigung im Colditzer Wochenblatt: „Einweihung der neuen Schule soll, so Gott will, Montag, den 16.08. dieses Jahres erfolgen“. |
| 1886 |
16. August
feierliche Einweihung der Schule am Sophienplatz
Gäste:
- Se. Excellenz Herr Cultus Minister Dr. v. Gerber
- Herr Geh. Schulrath Kockel aus Dresden
- Herr Schulrath Eckhard aus Grimma
Weihevorgang:
Der königliche Bezirksschulratinspektor Eckhard Bezugnehmend auf Kurfürstin Sophie
„Wohl dem, der Freude an seinen Kindern erlebt“
Baukosten: ca. 200.000,00 RM |
| 1912 |
28. November
Brand im oberen Stockwerk; Ursache war ein schadhafter Ofen |
| 1920 |
Erweiterung der Unterrichtsgegenstände laut sächs. Volksschulgesetz
- Jugendspiele
- Werkunterricht
- Stenographie
- Gartenarbeit
Einbau einer Dampfheizung |
| 1929 |
Zahnärztliche Untersuchung eingeführt.
1 mal in der Woche gingen die Kinder in das Schulbad in der Pestalozzistraße duschen (Bad gehörte der Ortskrankenkasse).
Im Sommer gingen die Kinder klassenweise unter Aufsicht der Klassenleiter in das Muldenbad. |
| 1929 - 1934 |
Schüler von Arbeitslosen bekamen alle Schulbücher, Schreibhefte und Schreibmaterialien vom Staat;
Klassenstärke 34 – 38 Schüler;
viele Schüler kamen in Holzpantoffeln zur Schule |
| 1933 |
Körperliche Züchtigung (zur Zeit der Weimarer Republik abgeschafft) kam wieder zum Tragen (Rohrstock) |
| 1934 |
Schulorchester (Streicher und Bläser) |
| 1935 |
Juni
Schule bekommt den Namen „Hans Schemm“ |
| 1936 |
16./17. August
50 – Jahrfeier der Schule |
| 1939 - 1945 |
6 Lehrkräfte zum Kriegsdienst |
| 1941 - 1943 |
KLV – Lager
(Im Rahmen der Kinderlandverschickung war die Schule ein Lager für Kinder bedrohter Städte wie Hamburg und das Rheinland.) |
| 1944 - 1945 |
Durchgangsflüchtlingslager |
| 1945 |
29. Januar
traf der erste Zug mit Umquartierten aus dem Osten in Colditz ein.Unterbringung in der Schule (Hans-Schemm-Schule).
Die übrigen Umquartierten wurden in der Stadt bei Privaten untergebracht (Kinder, Frauen und ältere Menschen). |
| 1945 |
16. April
Colditz wird durch amerikanische und am 30.04. durch russische Truppen besetzt;
bis 01.10. kein Unterricht;
alle Lehrer (bis auf 4) wegen Nazimitgliedschaft entlassen;
Einstellungen von 3 Laienlehrern (später wurde die Bezeichnung in „Neulehrer“ umgewandelt) |
| 1945 |
11. Oktober
Am 2. Todestag Ernst Schnellers wurde die „Hans–Schemm–Schule“ in „Ernst–Schneller–Schule“ umbenannt. |
| 1945 |
Dezember
Schreiben des Schulleiters an das Bezirksschulamt V in Grimma: “Wegen starker Verkürzung des Unterrichts und wegen Kohlemangel mußte das Baden eingestellt werden.“ |
| 1951 - 1953 |
Umwandlung der Schule zur Zentralschule (gleichzeitiges Bestehen einer Oberstufe, um Abitur zu erreichen) |
| 1951 |
Nach einer Elternversammlung im November, in der Schulrat Lange sprach, wurde die endgültige Auflösung der Schule in Hohnbach beschlossen.
Am 1. Dezember 1951 erfolgte der Umzug in die Zentralschule Colditz.
Die Lehrkräfte wurden dorthin versetzt. Die Kinder können in einer 8 – klassigen Schule eine bessere und gründlichere Ausbildung genießen. |
| 1953 |
Abiturstufe wird im Rahmen der Gebietsreform nach Grimma verlegt |
| 1957/58 |
aus der Zentralschule „Ernst–Schneller“ wird eine Polytechnische Oberschule Unterrichtet wird von der 1. Klasse bis zur 10. Klasse. |
| 1992/93 |
Einrichtung eines Gymnasiums mit Nebengebäude in der ehemaligen Betriebsberufsschule des Porzellanwerkes |
| 1996 |
2. Oktober
Umbenennung in Sophiengymnasium |
| 2006 |
30. Juli
Schließung des Sophiengymnasium |
| 2006 |
1. September
Die Lehrer und Schüler der Mittelschule ziehen aus dem Gebäude am Wettiner Ring 15, in welchem 25 Jahre gelehrt und gelernt wurde, in das leer stehende Gebäude in der Schulstraße ein und erfüllen es mit neuem Leben.
Sie nehmen den Namen der Kurfürstin Sophie für ihre Schule an und nennen sich
Mittelschüler der Sophienschule Colditz. |
| 2006 |
Juli bis Oktober
Neue naturwissenschaftliche Kabinette werden eingebaut, die Unterrichtsqualität wird dadurch verbessert. |